Dietmar
Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Steckbrief von Dietmar
- Bedeutung
- Der im Volk Berühmte
- Herkunft
- Altdeutsch
- Silben
- 2
- Stil
- KlassischTraditionell
Aussprache
Geschichte des Namens Dietmar
Dietmar setzt althochdeutsch diot, Volk, und māri, berühmt, zusammen. Die sächsische Nachbarform ist Thietmar. Bischof Thietmar von Merseburg (975-1018) schrieb zwischen 1012 und 1018 sein Chronicon. Die erhaltene Dresdner Handschrift ist ein Autograph, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Dieser Träger heißt in den Quellen Thietmar, nicht Dietmar. Die Formen sind verwandt, aber nicht identisch.
Die exakte Form Dietmar ist im 12. Jahrhundert urkundlich. Ein Dietmar von Aist erscheint ab etwa 1139 in Salzburger, Regensburger und Wiener Urkunden. Ob dieser Freiherr mit dem Minnesänger der Manessischen Liederhandschrift identisch ist, bleibt chronologisch unsicher. Die Handschrift selbst entstand um 1300. Dietmar der Setzer im 13. Jahrhundert trägt dieselbe neuhochdeutsche Namensform als Spruchdichter. Der Name ist also in der älteren Schicht eine altdeutsche Vollform Theudemar bzw. Thietmar, dann eine mittelhochdeutsche und neuhochdeutsche Dietmar-Reihe. Katholisch.de führt am 17. Mai Dietmar von Neumünster. Das ist ein eigener Träger der Form Dietmar, kein bloßes Thietmar-Fest.
Frühester belegter Nachweis
- Belegart
- Exakte Namensform
- Belegte Form
- Dietmar
- Zeitliche Einordnung
- Dietmar von Aist in bairisch-österreichischen Urkunden des 12. Jahrhunderts
- Einordnung
- Urkundliche Nennungen der Form Dietmar im bairisch-österreichischen Raum. Die ältere sächsische Form Thietmar von Merseburg ist eine verwandte Vorform, keine identische Schreibung.
Beliebtheit von Dietmar
- ÖsterreichMännlich, 2018Platz 2.204Beste Platzierung im Jahr 1987 auf Platz 90Quelle Statistik Austria
Namenstag von Dietmar
- 17. MaiHauptnamenstagDietmar von Neumünster
Namensträgerinnen und Namensträger von Dietmar
Reale Personen
3- geb. 1973
- geb. 1940
Häufige Fragen zu Dietmar
Quellen
Namensgeschichte
- Dietmar von Aist · Wikipedia · Urkundliche Nennungen eines Dietmar von Aist ab etwa 1139 (abgerufen am 23.08.2026)
- Thietmar von Merseburg · Wikipedia · Sächsische Form Thietmar, 975 bis 1018, Chronicon 1012 bis 1018 (abgerufen am 23.08.2026)
