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Symptothermale Methode: So berechnest du deinen Eisprung

Die symptothermale Methode wurde erstmals vom österreichischen Arzt Josef Rötzer beschrieben und kombiniert die gemessene Basaltemperatur mit der...

NHNele Hillebrandt
Kinderwunsch
Symptothermale Methode: So berechnest du deinen Eisprung
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Die symptothermale Methode wurde erstmals vom österreichischen Arzt Josef Rötzer beschrieben und kombiniert die gemessene Basaltemperatur mit der Beobachtung der Zervixschleimveränderung im Verlauf des Zyklus.

Die zwei Parameter dienen der doppelten Kontrolle und führen bei richtiger Anwendung zu einer zuverlässigen Methode, die häufig bei der natürlichen Familienplanung genutzt wird. Der Pearl-Index liegt bei konsequenter Anwendung bei 0,3.

TL;DRDas Wichtigste in Kürze
  • Methode: Basaltemperatur + Zervixschleim kombinieren für doppelte Kontrolle
  • Sicherheit: Pearl-Index 0,3 bei korrekter Anwendung – ähnlich sicher wie die Pille
  • Unregelmäßiger Zyklus: Kein Problem – basiert auf täglicher Beobachtung, nicht Berechnung
  • Hilfsmittel: Zykluscomputer und Apps helfen – Pearl-Index dann aber etwas höher (1-3)

Übersicht: Die beiden Hauptindikatoren der symptothermalen Methode

Merkmal
Basaltemperatur
Zervixschleim
Was wird beobachtet?Körperruhetemperatur direkt nach dem AufwachenBeschaffenheit des Scheidenausflusses
Wann messen/beobachten?Jeden Morgen vor dem AufstehenMehrmals täglich (z. B. beim Toilettengang)
Vor dem EisprungTieflage: ca. 36,2–36,5 °CWenig, dicklich, weißlich-cremig
Um den EisprungKurzer Abfall möglich, dann AnstiegViel, klar, spinnbar (wie rohes Eiweiß)
Nach dem EisprungHochlage: + 0,2–0,5 °C höherWeniger, wieder dicklich oder trocken
Fruchtbare Zeit endet3 Tage Hochlage nachgewiesen3 Tage nach Schleim-Höhepunkt
Sicherheit (Pearl-Index)1–3 (allein)ca. 5 (allein)
Kombiniert (symptothermal)0,3 – ähnlich sicher wie die Pille0,3 – ähnlich sicher wie die Pille

Durchführung

Um die symptothermale Methode richtig anzuwenden, muss jeden Morgen die Basaltemperatur gemessen und zusätzlich regelmäßig der Zervixschleim auf Veränderungen überprüft werden.

Des Weiteren können auch andere zyklische Veränderungen erfasst werden (Öffnungsgrad und Beschaffenheit des Muttermundes). Alle Daten werden dann in ein spezielles Zyklusblatt eingetragen und ausgewertet.

Auswertung

Ziel dieser Methode ist es anhand der gesammelten Daten die fruchtbare Zeit der Frau zu bestimmen. Dazu geht man wie folgt vor:

Am Zyklusanfang geht man zunächst von 5 unfruchtbaren Tagen aus. Nach Aufzeichnung und Auswertung von 12 Zyklen, berechnet man den letzten unfruchtbaren Tag am Zyklusanfang, indem man den ersten Tag der durchschnittlich höheren Temperaturlage nimmt und von diesem 8 abzieht (Beispiel: Zyklus dauert 31 Tage, erster Tag der erhöhten Temperatur im Durchschnitt Zyklustag 18: 18-8=10, von Zyklustag 1 bis Zyklustag 10 kann von unfruchtbaren Tagen ausgegangen werden).

Nach dem Eisprung müssen 3 Tage sowohl nach dem Temperaturanstieg als auch nach dem Höhepunkt des Schleimsymptoms vergangen sein, dann beginnt die unfruchtbare Zeit.

Technische Hilfsmittel

Mittlerweile gibt es viele technische Hilfsmittel, die einem das Berechnen der Fruchtbaren Zeit abnehmen: im Internet finden man Seiten, bei denen man Zyklusblätter anlegen und alle Daten eingeben kann, die dann automatisiert ausgewertet werden. Auch Zykluscomputer richten sich nach dieser Methode.

Allerdings sollte man sich nie komplette auf diese Ergebnisse verlassen, da bei einer automatischen Auswertung Fehler entstehen können, wodurch der Pearl-Index dieser Methoden auch einige Punkte unter dem der symptothermalen Methode liegt (symptothermale Methode: 0,3; Zykluscomputer: zwischen 1-3).

Die symptothermale Methode bei Kinderwunsch

Frauen, die gerne schwanger werden möchten, können mit dieser Methode den Zeitraum bestimmen, in dem eine Schwangerschaft besonders wahrscheinlich ist. Für eine schnelle Berechnung deiner fruchtbaren Tage kannst du auch unseren Eisprungrechner nutzen. Vor allem für Paare, die stressige Jobs haben oder durch andere Umstände nur selten dazu kommen miteinander zu schlafen, kann diese Methode hilfreich sein um das Zeitfenster zu bestimmen in dem man Sex haben sollte um eine Schwangerschaft zu begünstigen.

Die symptothermale Methode zur Verhütung

Wer die symptothermale Methode zur Verhütung einsetzt, sollte besonders darauf achten, dass alles stets richtig eingetragen und ausgewertet wird. Wenn man sich an die Anweisungen hält, ist diese Methode jedoch sicher und eignet sich auch für Frauen mit einem unregelmäßige Zyklus. Bei korrekter Anwendung werden 0,3 von 100 Frauen ungewollt schwanger, die diese Methode ein Jahr lang anwenden - damit ist diese Methode ähnlich sicher wie die Pille.

Wenn man die symptothermale Methode zur Verhütung einsetzen will, empfehlen wir ein Gespräch mit dem Frauenarzt, der diese Methode erklären können sollte und in den ersten Monaten bei der Durchführung behilflich sein kann. Positiv ist anzumerken, dass diese Methode zu den hormonfreien Alternativen zu Hormonpräparaten wie der Pille oder dem Nuva-Ring zählt und man durch diese ein neues Gefühl für seinen Körper und den eigenen Zyklus entwickeln kann.

Nicht geeignet ist die Methode hingegen für Paare, die auf keinen Fall ein Kind wollen und denen es schwer fällt sich diszipliniert an gewisse Regeln zu halten. Das Paar sollte sich absolut sicher sein, dass es in der fruchtbaren Zeit auf ungeschützten Geschlechtsverkehr verzichten kann - egal in welcher Situation.

Häufig gestellte Fragen

Eine Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Tage, die die Basaltemperatur mit der Zervixschleimbeobachtung kombiniert. Sie dient der doppelten Kontrolle.

Bei korrekter Anwendung liegt der Pearl-Index bei 0,3 - damit ist sie ähnlich sicher wie die Pille. Von 100 Frauen werden nur 0,3 pro Jahr ungewollt schwanger.

Ja, die symptothermale Methode eignet sich auch für Frauen mit unregelmäßigem Zyklus, da sie nicht auf Berechnungen, sondern auf täglichen Beobachtungen basiert.

Es gibt Zykluscomputer und Apps, die die Auswertung automatisieren. Diese haben jedoch einen etwas höheren Pearl-Index (1-3) als die manuelle Methode.
NH

Nele Hillebrandt

Erzieherin, Psychologin & Autorin

Ich bin Nele!

Ich bin gelernte Erzieherin, Bachelor-Psychologin und zweifache Mama. Seit über zehn Jahren schreibe ich auf Faminino über Kinderwunsch, Schwangerschaft, Baby und Familienalltag. Meine Beiträge entstehen aus eigener Erfahrung und werden um Quellen aus Forschung und Fachliteratur ergänzt.

Hier auf dem Blog findest du viele Artikel über das Mamasein und den Alltag mit Kindern. Mittlerweile geht es hier hauptsächlich um Basteln & DIY:

Ich liebe es zu basteln und kreativ zu sein! Tolle DIY-Ideen (auch für Kinder) findest du auch auf meinem Instagram-Kanal @bunterbasteln.

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