Mnemosyne
Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft und mehr.
Steckbrief von Mnemosyne
- Bedeutung
- Die Erinnerung
- Herkunft
- Griechisch
- Silben
- 4
- Stil
- MythologischSelten / Außergewöhnlich
Geschichte des Namens Mnemosyne
Der früheste bekannte literarische Beleg für Mnemosyne steht in Hesiods Theogonie. Das Gedicht wird in der Forschung in das späte 8. bis frühe 7. Jahrhundert v. Chr. eingeordnet, ohne dass sich ein einzelnes Entstehungsjahr sichern lässt. In Vers 135 erscheint die Akkusativform Μνημοσύνην (Mnēmosýnēn) in der Aufzählung der Kinder von Gaia und Uranos. Der Nachweis ist damit ein Textbeleg in archaischer griechischer Dichtung. Er ist keine erhaltene Originalhandschrift aus dieser Zeit. Die heute zugänglichen Fassungen beruhen auf späterer Überlieferung und wissenschaftlichen Editionen.
Hesiod führt Mnemosyne als Titanin ein. Später berichtet die Theogonie, dass aus ihr neun Musen hervorgingen. Der Name gehört zugleich zum griechischen Wort μνημοσύνη (mnēmosýnē), das im LSJ als Erinnerung oder Gedächtnis erklärt wird. Die Nennform ist Μνημοσύνη; μνᾱμοσύνα ist eine im Lexikon verzeichnete dorische und aiolische Form. Mnemosyne ist die lateinische und moderne internationale Umschrift. In deutschen Texten bleibt die Schreibweise Mnemosyne als internationale Umschrift erhalten.
Frühester belegter Nachweis
- Belegart
- Literarischer Beleg
- Belegte Form
- Μνημοσύνην (Mnēmosýnēn; Nominativ Μνημοσύνη)
- Zeitliche Einordnung
- Spätes 8. bis frühes 7. Jahrhundert v. Chr., Hesiod, Theogonie, Titanengenealogie
- Einordnung
- Der früheste bekannte literarische Beleg ist die flektierte Form Μνημοσύνην in Hesiods Theogonie. Sie steht in der Genealogie der Titanen. Die Datierung bezeichnet die Entstehungszeit des Gedichts, nicht das Alter einer erhaltenen Handschrift.
Beliebtheit von Mnemosyne
Keine Rangdaten bekannt.
Namenstag von Mnemosyne
Kein Namenstag bekannt.
Namensträgerinnen und Namensträger von Mnemosyne
Fiktive Figuren
1- Mnemosyne
Häufige Fragen zu Mnemosyne
Quellen
Namensgeschichte
- Hesiod, Theogonie 116-153 · Κέντρο Ελληνικής Γλώσσας, Zentrum für griechische Sprache · Griechischer Text, Vers 135 mit Μνημοσύνην; Vers 116-153, Genealogie der Titanen (abgerufen am 25.08.2026)
- Hesiod, Theogonie 915-917, Mnemosyne und die Musen · Κέντρο Ελληνικής Γλώσσας, Zentrum für griechische Sprache · Griechischer Text, Theogonie 915-917, Mnemosyne als Ursprung der neun Musen (abgerufen am 25.08.2026)
- Archaische epische Dichtung, A1.2 Chronologie · Κέντρο Ελληνικής Γλώσσας, Zentrum für griechische Sprache · Einordnung der Theogonie in das späte 8. bis frühe 7. Jahrhundert v. Chr. (abgerufen am 25.08.2026)
- Hesiod, Theogony · Perseus Digital Library, Tufts University · Griechischer Text, Vers 135; die Quelle führt die Ausgabe von Hugh G. Evelyn-White auf (abgerufen am 25.08.2026)
- μνημοσύνη · Liddell-Scott-Jones Greek-English Lexicon, Scaife ATLAS · Lemma μνημοσύνη, Bedeutung remembrance und memory; dorische und aiolische Form μνᾱμοσύνα; Gebrauch als Eigenname (abgerufen am 25.08.2026)
Namenstage
- The Planner, Ecclesiastical Digital Calendar · Greek Orthodox Archdiocese of America (abgerufen am 25.08.2026)
Namensträgerinnen und Namensträger
- Hesiod, Theogonie 116-153 · Κέντρο Ελληνικής Γλώσσας, Zentrum für griechische Sprache · Griechischer Text, Vers 135 mit Μνημοσύνην; Vers 116-153, Genealogie der Titanen (abgerufen am 25.08.2026)
